_GRUPPE

DIE GESCHICHTE DER GALENICA GRUPPE


2009_hat Galenica massiv in die Vorbereitung der Zukunft investiert. Mit der Akquisition der der Apothekenkette Sun Store ist der Geschäftsbereich Retail auf dem strategischen Weg der Expansion einen entscheidenden Schritt vorwärts gekommen. Die Akquisition von OM Pharma verstärkt den Geschäftsbereich Pharma mit interessanten Produkten und einer internationalen Organisation mit Vertriebspartnern und trägt gleichzeitig zur Diversifizierung bei. Bis Ende 2009 hatte Vifor Pharma in 11 Ländern eigene Vertriebsgesellschaften aufgebaut und Ferinject® war in 13 europäischen Ländern eingeführt. Die sehr positiven Resultate der FAIR-HF-Studie, welche im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert wurden, waren ein erster grosser Schritt von internationaler Bedeutung, um in der medizinischen Fachwelt das Bewusstsein für die Eisenmangelanämie ausserhalb der Dialyse zu erhöhen. Galexis erreichte im neuen Distributionszentrum in Niederbipp die angestrebte Verfügbarkeit von über 98 % und Alloga gewann mit der Integration der Anfang 2009 akquirierten Globopharm bedeutende Volumina dazu.  Die 2009 intensivierte eHealth-Strategie des Bundes bestätigt die Strategie im Bereich des Informationsmanagements. Verschiedene Content- und Process-Produkte werden unter diesem Aspekt weiterentwickelt.

2008_Auch 2008 hat die Galenica Gruppe wichtige Meilensteine von langfristig strategischer Bedeutung erreicht: Die Integration der kanadischen Aspreva Pharmaceuticals Corporation und der Aufbau von Vifor Pharma verliefen erfolgreich. Die Unternehmensgruppe wurde damit vor allem in den Bereichen klinische Entwicklung, Registrierung, Medical Affairs, Marketing und internationale Aktivitäten gestärkt. In Grossbritannien, Skandinavien und Singapur wurden weitere Tochtergesellschaften aufgebaut. Bis Ende Jahr war Ferinject® in 8 europäischen Ländern lanciert. Weiter wurde mit Fresenius Medical Care ein strategisches Joint-Venture zur Kommerzialisierung von Venofer® und Ferinject® im Dialysebereich eingegangen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Distributionszentrums von Galexis in Niederbipp – eines der modernsten und leistungsfähigsten Logistikzentren Europas - konnten die Logistik-Kapaziäten wesentlich erweitert werden. Das Apothekennetzwerk wurde mit sehr attraktiven Standorten weiter ausgebaut und umfasste Ende 2008 155 eigene Apotheken (Amavita, Coop Vitality, MediService, Beteiligungen) sowie 104 unabhängige Partner-Apotheken (Amavita und Winconcept Partner).

2007 _Die Gruppe hat bedeutende strategische Entscheide getroffen und bei verschiedenen Schlüsselprojekten wichtige Etappenziele erreicht: Von langfristiger strategischer Bedeutung sind die Übernahmen der kanadischen Aspreva Pharmaceuticals Corporation und der Schweizer Spezialapotheke MediService. Das neue Eisenpräparat Ferinject® hat die Marktzulassung in 18 EU-Ländern und in der Schweiz erhalten. Das Distributionszentrum in Niederbipp steht kurz vor der Inbetriebnahme. Das Apothekennetzwerk der Galenica Gruppe wurde auf 228 Standorte erweitert.

2006 _Die Registrierungsunterlagen für das neue Eisenpräparat Ferinject® sind in der Schweiz und in 17 Ländern der Europäischen Union eingereicht. Durch die Akquisition von mehreren Marken in Grossbritannien gelingt Galenica mit ihrer britischen Tochtergesellschaft Potters ein wichtiger Expansionsschritt im Ausland. Mit Vitana® bietet Galenica in der Schweiz ein neues Multivitaminpräparat mit Eisen an. Galexis erhält die Baubewilligung für das neue Logistikzentrum in Niederbipp BE. Documed veröffentlicht das erste Basis-BrevierTM, welches Originalmedikamente mit Generika vergleicht. Die Touch Screen-Erweiterung der Apothekensoftware TriaPharm® bringt in ergonomischer Hinsicht wesentliche Vorteile für die Kunden, rund die Hälfte der Amavita Apotheken werden mit TriaPharm® ausgerüstet. Im Dezember wird die 100. Amavita Apotheke eröffnet. Das Modell der Amavita Partnerschaft wird lanciert, welches selbständigen Apothekern eine Franchising-Partnerschaft anbietet.

2005 _Die Galenica Gruppe überträgt das europäische Prewholesale-Geschäft vollständig auf ihre strategische Partnerin Alliance UniChem. Im Gegenzug übernimmt sie die alleinige Kontrolle über Alloga in der Schweiz sowie GaleniCare Holding. Galenica (International) unterzeichnet langfristige Zusammenarbeitsverträge für die Kommerzialisierung bestehender sowie neuer Eisenpräparate in den USA. Zudem wird Venofer® durch die FDA, der US-Zulassungsbehörde, für die Behandlung von Eisenmangelanämie bei Prä-Dialysepatienten zugelassen. Galenica entscheidet, die Distributionszentren von Galexis in Schönbühl BE sowie Schlieren ZH ab 2008 durch ein neues Distributionszentrum in Niederbipp BE zu ersetzen. Die Apotheken von GaleniCare treten unter dem neuen Namen Amavita mit einem einheitlichen Erscheinungsbild auf. Damit entsteht die grösste Apothekenkette der Schweiz.

2004 _Die Generalversammlung beschliesst die Schaffung eines genehmigten Aktienkapitals durch eine Statutenänderung. Der Hersteller von Perskindol®, Pharma Singer AG, wird übernommen. Mit inzwischen über 3'000 Mitarbeitenden hat sich der Personalbestand in den letzten 10 Jahren verdreifacht.

2003 _Die Einheitsaktie wird eingeführt und ersetzt die bisherigen A- und B-Namenaktien. Zur allgemeinen Finanzierung sowie zur Refinanzierung bestehender Bankkredite schliesst Galenica mit einer Gruppe internationaler Versicherungsgesellschaften eine Privatplatzierung von 215 Millionen Schweizer Franken ab. Der englische Heilmittelhersteller Potter’s (Herbal Supplies) Ltd. wird übernommen, dem ersten Brückenkopf im europäischen Ausland. Zudem wird, zusammen mit der EMH (Editores Medicorum Helveticorum), der medizinische Fachverlag Documed AG, Herausgeber des Arzneimittel-Kompendium® der Schweiz, akquiriert.

2002 _Galenica feiert ihr 75-Jahr-Jubiläum und treibt die Umsetzung ihrer Zukunftsvision weiter voran. Als nachhaltige Geste unterstützt sie die Entstehung des Zentrum Paul Klee mit einem namhaften Betrag.

2000-2001 _ Die neue Organisationsstruktur der Galenica Gruppe tritt in Kraft und ein neues Erscheinungsbild als äusseres Zeichen für den Wandel wird eingeführt. Das Unternehmen ist wirtschaftlich sehr erfolgreich und für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Das Eisenpräparat Venofer® erhält die Zulassung der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für den US-Markt. Die Bauarbeiten zur Verdoppelung der Produktionskapazität von Eisenprodukten bei Galenica (International) AG in St. Gallen beginnen. Mit einem Systemwechsel („NOVA 2001“) im Geschäftsbereich Distribution (heute Logistics) stellt sich Galenica auf die Liberalisierung des schweizerischen Gesundheitsmarkts ein. Der Geschäftsbereich Retail wird durch den Erwerb zahlreicher Apotheken ausgebaut.

1999 _Eine Statutenänderung ermöglicht die Börsenkotierung des gesamten Aktienkapitals. Die Akquisition der auf Phytopharmaka und Produkten der Gastroenterologie spezialisierte Medichemie Gruppe (heute Galenica AG) verstärkt die Position von Galenica auf dem Schweizer Pharmamarkt. Die Partnerschaft mit der paneuropäisch tätigen Gruppe Alliance UniChem erlaubt Galenica den Vorstoss in den europäischen Markt des Prewholesales (Logistikdienstleistungen für die pharmazeutische Industrie) mit Alloga Europe. Zudem entsteht GaleniCare Holding AG, ein zweites Joint Venture mit Alliance UniChem, zum Aufbau einer Apothekenkette in der Schweiz.

1997-1998 _Bedeutende Beträge werden in die Entwicklung neuer Produkte von Galenica AG, mit dem Ziel, die Internationalisierung der Gruppe voranzutreiben, investiert. Die im Bereich Beratungs- und Verschreibungsprodukten spezialisierte Laboratoire Golaz AG wird übernommen.

1996 _Aufgrund der sich rasch und grundlegend verändernden Marktverhältnisse entwickeln die Verantwortlichen eine neue Strategie: Galenica soll zu einem Unternehmen im Gesundheitsmarkt werden, das in der gesamten Wertschöpfungskette und international tätig ist. Die Akquisitionen der Amidro-Gruppe sowie des Ärztelieferanten SWW StotzerWybergWyss AG (heute Galexis AG) unterstützen die Umsetzung der strategischen Ziele. Die Logistikaufgaben werden auf drei Distributionszentren (Bern-Schönbühl, Lausanne-Ecublens und Zürich-Schlieren) konzentriert; die Einführung einer einheitlichen Software optimiert die Arbeitsabläufe. Die Distributionszentren beliefern nun Apotheker, Ärzte, Drogisten und Spitäler – eine entscheidende Weichenstellung für die ganze Gruppe.

1994 _Das Aktienkapital wird durch die Umwandlung eines Teils der für die Apotheker reservierten Aktien sowie durch Umwandlung der Partizipationsscheine in börsenkotierte Namenaktien zu nominal 100 Schweizer Franken für Publikumsaktionäre geöffnet. Das erweiterte Produktionsgebäude von Galenica AG in Freiburg wird in Betrieb genommen. Der Personalbestand beläuft sich zu diesem Zeitpunkt auf über 1'000 Mitarbeitende.

1991-1993 _Galenica kehrt weitgehend zu ihrem Kerngeschäft der Distribution zurück und gibt verschiedene Geschäftsfelder wie den Spitalbedarf-Bereich auf. Der Hauptsitz von Galenica AG (heute Galexis AG) zieht in das neue Gebäude in Bern-Schönbühl um. Die Laboratorien Hausmann AG (heute Vifor (International) AG) konzentrieren sich auf die Herstellung von Eisenpräparaten zur Behandlung von Mangelerkrankungen; Galenica AG entwickelt und produziert rezeptfreie Medikamente für den Schweizer Markt.

1987-1988 _Im Rahmen der „Neuen Marktordnung“, welche per 1. Januar 1987 in Kraft tritt, nimmt Galenica diverse Massnahmen in all ihren Tätigkeitsgebieten. Der Posten eines Präsidenten der Direktion, verantwortlich für die operative Führung der Gruppe, sowie ein neues Konzept für die Kaderschulung und Personalführung wird geschaffen. Die Mehrheitsbeteiligung an der Internationalen Verbandstoff-Fabrik Schaffhausen (IVF) wird übernommen.

1980-1983 _Galenica erwirbt das gesamte Aktienkapital der Laboratorien Hausmann AG (heute Galenica (International) AG) in St. Gallen, einer Gesellschaft, die in den Gebieten der Infusionen und Sterillösungen sowie der Eisenpräparate spezialisiert ist. Die Galenica Gruppe zählt zu diesem Zeitpunkt über 1'500 Mitarbeitende.

1979 _Galenica wird zur Holding und tritt mit der Ausgabe von Partizipationsscheinen erstmals am freien Aktienmarkt auf. Die Aktienmehrheit liegt weiterhin ausschliesslich bei den schweizerischen Apothekern.

1977 _Galenica feiert ihren 50. Geburtstag. Das erste komplette Nachschlagewerk über die in der Schweiz kommerzialisierten Spezialitäten wird gedruckt: der Codex Galenica (heute Arzneimittel-Kompendium® der Schweiz). Die Industriegesellschaften Vifor AG und Cooper AG, tätig in den Bereichen Spitalbedarf und pharmazeutische Spezialitäten, werden übernommen.

1972 _Ein weiterer Bereich, die Absatzförderung kosmetischer Artikel, wird durch die neu gegründete Adima AG (heute Galenica AG), abgedeckt. Der Personalbestand von Galenica beträgt zu diesem Zeitpunkt 660 Mitarbeitende.

1957 _ Durch die gezielte Akquisition und Gründung von Tochtergesellschaften diversifiziert Galenica in neue Bereiche: Gründung von Galenica Vertretungen AG (heute Alloga AG) für die Absatzförderung ausländischer Spezialitäten für die Ärzte, Akquisition von Panpharma AG (heute Galenica AG) für die Absatzförderung parapharmazeutischer Artikel für die Apotheken.

1938 _Ein wissenschaftlicher Dokumentationsdienst ergänzt die Grossistentätigkeit in sinnvoller Weise.

1932 _Die Geschäfte der Einkaufszentrale florieren, das Angebot trifft auf gesamtschweizerisches Interesse. Die Verantwortlichen verlegen den Hauptsitz nach Bern und nennen das Unternehmen Galenica AG.

1927 _16 Westschweizer Apotheker gründen unter dem Namen Collaboration Pharmaceutique SA eine gemeinsame Einkaufszentrale.