Medienmitteilung

FIND-CKD-Studie zeigt, dass Ferinject® die Notwendigkeit für zusätzliche Anämietherapien verringert

Mittwoch, 10. Juli 2013, ↓ direkt zum Download

Ziel der FIND-CKD-Studie war, die optimale Verabreichungsart und Dosierungsstrategie für Eisentherapie bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (ND-CKD) und Eisenmangelanämie zu ermitteln. Dabei wurde Ferinject® (Ferric Carboxymaltose) mit oral verabreichtem Eisen verglichen. Die Studie erreichte den primären Endpunkt und erbringt den Beweis, dass eine Behandlung mit Ferinject® die Notwendigkeit verringert, dass die betroffenen Patienten mit weiteren Medikamenten gegen Anämie behandelt werden müssen – z.B. Erythropoesestimulierende Medikamente (ESAs) oder Bluttransfusionen.

FIND-CKD ist die umfangreichste und längste Studie, die je an ND-CKD-Patienten durchgeführt wurde, um die Wirksamkeit und langfristige Sicherheit eines intravenös zu verabreichenden Eisenpräparats zur Behandlung von Eisenmangelanämie zu untersuchen. Mehr als 600 Patienten aus 20 Ländern waren an der 56-wöchigen klinischen Studie beteiligt.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, in dem bewiesen wurde, dass das intravenös zu verabreichende Präparat Ferinject® die Zeit bis zur Notwendigkeit, dass ND-CKD-Patienten mit Eisenmangelanämie mit einer weiteren Anämietherapie behandelt werden müssen, signifikant verlängert. Dies wenn die Patienten zunächst eine Anfangsdosis von 1'000 mg erhalten und anschliessend die Dosishöhe so angepasst wird, dass der in den Therapieleitlinien empfohlene Serumferritinspiegel aufrechterhalten wird.

Obwohl bereits einige kleinere Studien durchgeführt wurden, um die optimale Verabreichungsart und Dosierungsstrategie für die Eisentherapie bei ND-CKD-Patienten zu ermitteln, stehen bisher kaum exakte Daten zur Verfügung. Daher weichen die Behandlungschemata bei Eisenmangelanämie stark voneinander ab. Die Ergebnisse der FIND-CKD-Studie könnten deshalb massgeblich zum besseren Verständnis, wie ND-CKD-Patienten mit Eisenmangelanämie am besten zu behandeln sind, beitragen.

Es ist wichtig, Eisenmangelanämie bei ND-CKD-Patienten zu erkennen und wirksam zu behandeln, da Eisenmangelanämie mit einem erhöhten Risiko für eine Progression der Nierenerkrankung bis zum terminalen Nierenversagen sowie für kardiovaskuläre Ereignisse und Tod bei diesen Patienten verbunden ist1,2,3. Mit zunehmender Verschlechterung der Nierenfunktion steigt zudem das Risiko einer Anämie. Schätzungen zufolge weisen etwa 70% der ND-CKD-Patienten eine Anämie auf, wenn sie dialysepflichtig werden4. Eisenmangel ist die häufigste Anämieursache bei ND-CKD-Patienten, von denen schätzungsweise 60-70% eisendefizient5 sind. Der Eisenmangel schränkt eine effiziente Erythropoese ein und ist die Hauptursache für Hyporesponsivität auf die Behandlung mit Erythropoese-stimulierenden Medikamenten (ESAs)6,7,8.

Detaillierte Ergebnisse der Studie werden zur Präsentation an der Kidney Week der American Society of Nephrology (ASN) eingereicht. Dieser Kongress findet vom 5. bis 10. November 2013 in Atlanta, Georgia, USA, statt. Zudem ist die Publikation in einer Peer-Review-Fachzeitschrift vorgesehen.

Galenica ist eine diversifizierte Unternehmensgruppe im Gesundheitsmarkt, die unter anderem Pharmazeutika entwickelt, produziert und vertreibt, Apotheken führt, Logistikdienstleistungen anbietet sowie Datenbanken offeriert und Netzwerke etabliert. Mit ihren beiden Geschäftseinheiten Vifor Pharma und Galenica Santé hat die Galenica Gruppe bei all ihren Kernaktivitäten eine führende Position inne. Sie realisiert einen grossen Teil ihres Ertrags im internationalen Umfeld. Galenica ist an der Schweizer Börse kotiert (SIX Swiss Exchange, GALN, Valorennummer 1’553’646).

Literatur

1. Fishbane S. Anemia and cardiovascular risk in the patient with kidney disease. Heart Fail Clin 2008; 4:4 01-410.
2. Kovesdy CP, Trivedi BK, Kalantar-Zadeh K, Anderson JE. Association of anemia with outcomes in
men with moderate and severe chronic kidney disease. Kidney Int 2006; 69: 560-564.
3. Thorp ML, Johnson ES, Yang X, Petrik AF, Platt R, Smith DH. Effect of anaemia on mortality, cardiovascular hospitalizations and end-stage renal disease among patients with chronic kidney disease. Nephrology (Carlton) 2009; 14: 240-246.
4. Valderrábano F, Hörl WH, Macdougall IC, et al. PRE-dialysis survey on anaemia management. Nephrol Dial Transplant 2003; 18: 89-100.
5. Fishbane S, Pollack S, Feldman H, Joffe M. Iron Indices in Chronic Kidney Disease in the National Health and Nutritional Examination Survey 1988–2004. Clin J Am Soc Nephrol. 2009; 4: 57–61.
6. Hörl WH. Non-erythropoietin-based anaemia management in chronic kidney disease. Nephrol Dial Transplant 2002; 17(Suppl 1): 35-38.
7. Fishbane S, Frei GL, Maesaka J. Reduction in recombinant human erythropoietin doses by the use of chronic intravenous iron supplementation. Am J Kidney Dis 1995; 26: 41-46.
8. Sunder-Plassmann G, Hörl WH. Importance of iron supply for erythropoietin therapy. Nephrol Dial Transplant 1995; 10: 2070-2076.

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Christina Hertig

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