Geschichte der Galenica Gruppe

Titelbild Geschichte

Galenica wurde 1927 als Apothekengrossistin gegründet. Heute steht der Name Galenica für eine diversifizierte Unternehmensgruppe, die unter anderem Pharmazeutika entwickelt, produziert und weltweit vertreibt, Apotheken führt, Logistikdienstleistungen anbietet sowie Datenbanken offeriert und Netzwerke etabliert.

2010
_Zum 15. Mal in Folge hat Galenica ein zweistelliges Gewinnwachstum erreicht und dies trotz eines sehr schwierigen Marktumfelds und grossen Aufwendungen für F&E und die Vermarktung von Ferinject®. Ferinject® war per Ende 2010 in 14 Ländern auf dem Markt lanciert.

_Ein weiterer Meilenstein stellt die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens mit Fresenius Medical Care dar. Das Produktportfolio der neuen Gesellschaft Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma umfasst Venofer® und Ferinject® im Bereich der Dialyse und Prädialyse sowie PA21, ein neuartiger Phosphatbinder auf Eisenbasis. Zudem ging Vifor Pharma eine Partnerschaft mit Kissei Pharmaceutical für die Weiterentwicklung und Vermarktung von PA21 in Japan ein.

_Ende 2010 umfasste das Apothekennetzwerk von Galenica 279 eigene und 133 Partnerapotheken und bildet mit 412 Standorten das grösste Netzwerk in der Schweiz. Das Distributionszentrum von Galexis in Niederbipp erreichte mittlerweile die angestrebte Leistungskapazität. Herausragendes Ereignis für Galexis war die Unterzeichnung eines mehrjährigen Exklusivertrags mit Procter&Gamble (P&G) Prestige Products. Alloga hat die Integration von Globopharm 2010 erfolgreich abgeschlossen. HealthCare Information verstärkte 2010 den Rollout der neuesten Version der Apothekensoftware TriaPharm®.

_Der Webauftritt der Galenica Gruppe wurde überarbeitet und präsentiert sich in einem modern Design.

2009
_2009 hat Galenica massiv in die Vorbereitung der Zukunft investiert. Mit der Akquisition der der Apothekenkette Sun Store ist der Geschäftsbereich Retail auf dem strategischen Weg der Expansion einen entscheidenden Schritt vorwärts gekommen. Die Akquisition von OM Pharma verstärkt den Geschäftsbereich Pharma mit interessanten Produkten und einer internationalen Organisation mit Vertriebspartnern und trägt gleichzeitig zur Diversifizierung bei.

_Bis Ende 2009 hatte Vifor Pharma in 11 Ländern eigene Vertriebsgesellschaften aufgebaut, und Ferinject® war in 13 europäischen Ländern eingeführt. Die sehr positiven Resultate der FAIR-HF-Studie, welche im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert wurden, waren ein erster grosser Schritt von internationaler Bedeutung, um in der medizinischen Fachwelt das Bewusstsein für die Eisenmangelanämie ausserhalb der Dialyse zu erhöhen.

_Galexis erreichte im neuen Distributionszentrum in Niederbipp die angestrebte Verfügbarkeit von über 98%, und Alloga gewann mit der Integration der Anfang 2009 akquirierten Globopharm bedeutende Volumina dazu.

_Die 2009 intensivierte eHealth-Strategie des Bundes bestätigt die Strategie im Bereich des Informationsmanagements. Verschiedene Content- und Process-Produkte werden unter diesem Aspekt weiterentwickelt.

2008
_Auch 2008 hat die Galenica Gruppe wichtige Meilensteine von langfristig strategischer Bedeutung erreicht: Die Integration der kanadischen Aspreva Pharmaceuticals Corporation und der Aufbau von Vifor Pharma, unter deren Dach alle Gesellschaften des Geschäftsbereichs Pharma zusammengeführt wurden, verliefen erfolgreich. Die Unternehmensgruppe wurde damit vor allem in den Bereichen klinische Entwicklung, Registrierung, Medical Affairs, Marketing und internationale Aktivitäten gestärkt. In Grossbritannien, Skandinavien und Singapur wurden weitere Tochtergesellschaften aufgebaut. Bis Ende Jahr war Ferinject® in 8 europäischen Ländern lanciert. Weiter wurde mit Fresenius Medical Care ein strategisches Joint-Venture zur Kommerzialisierung von Venofer® und Ferinject® im Dialysebereich eingegangen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Distributionszentrums von Galexis in Niederbipp – eines der modernsten und leistungsfähigsten Logistikzentren Europas – konnten die Logistik-Kapazitäten wesentlich erweitert werden. Das Apothekennetzwerk wurde mit sehr attraktiven Standorten weiter ausgebaut und umfasste Ende 2008 155 eigene Apotheken (Amavita, Coop Vitality, MediService, Beteiligungen) sowie 104 unabhängige Partner-Apotheken (Amavita und Winconcept Partner).

2007
_Die Gruppe hat bedeutende strategische Entscheide getroffen und bei verschiedenen Schlüsselprojekten wichtige Etappenziele erreicht: Von langfristig strategischer Bedeutung sind die Übernahmen der börsenkotierten kanadischen Aspreva Pharmaceuticals Corporation und der Schweizer Spezialapotheke MediService. Das neue Eisenpräparat Ferinject® hat die Marktzulassung in 18 EU-Ländern und in der Schweiz erhalten. Das Distributionszentrum in Niederbipp steht kurz vor der Inbetriebnahme. Das Apothekennetzwerk der Galenica Gruppe wurde auf 228 Standorte erweitert.

2006
_Die Registrierungsunterlagen für das neue Eisenpräparat Ferinject® sind in der Schweiz und in 17 Ländern der Europäischen Union eingereicht. Durch die Akquisition von mehreren Marken in Grossbritannien gelingt Galenica mit ihrer britischen Tochtergesellschaft Potters ein wichtiger Expansionsschritt im Ausland. Mit Vitana® bietet Galenica in der Schweiz ein neues Multivitamin-präparat mit Eisen an. Galexis erhält die Baubewilligung für das neue Logistikzentrum in Niederbipp BE. Documed veröffentlicht das erste Basis-Brevier™, welches Originalmedikamente mit Generika vergleicht. Die Touch Screen-Erweiterung der Apothekensoftware TriaPharm® bringt in ergonomischer Hinsicht wesentliche Vorteile für die Kunden, rund die Hälfte der Amavita Apotheken werden mit TriaPharm® ausgerüstet. Im Dezember wird die 100. Amavita Apotheke eröffnet. Das Modell der Amavita Partnerschaft wird lanciert, welches selbstständigen Apothekern eine Franchising-Partnerschaft anbietet.

2005
_Die Galenica Gruppe überträgt das europäische Prewholesale-Geschäft vollständig auf ihre strategische Partnerin Alliance UniChem. Im Gegenzug übernimmt sie die alleinige Kontrolle über Alloga in der Schweiz sowie GaleniCare Holding. Vifor (International) unterzeichnet langfristige Zusammenarbeitsverträge für die Kommerzialisierung bestehender sowie neuer Eisenpräparate in den USA. Zudem wird Venofer® durch die FDA, der US-Zulassungsbehörde, für die Behandlung von Eisenmangelanämie bei Prä-Dialysepatienten zugelassen. Galenica entscheidet, die Distributionszentren von Galexis in Schönbühl BE sowie Schlieren ZH ab 2008 durch ein neues Distributionszentrum in Niederbipp BE zu ersetzen. Die Apotheken von GaleniCare treten unter dem neuen Namen Amavita mit einem einheitlichen Erscheinungsbild auf. Damit entsteht die grösste Apothekenkette der Schweiz.

2004
_Die Generalversammlung beschliesst die Schaffung eines genehmigten Aktienkapitals durch eine Statutenänderung. Der Hersteller von Perskindol®, Pharma Singer AG, wird übernommen. Mit inzwischen über 3'000 Mitarbeitenden hat sich der Personalbestand in den letzten 10 Jahren verdreifacht. Die Unternehmen Vifor AG, Democal AG, Adima AG, Panpharma AG, Eduard Vogt AG und Medichemie AG werden in die Vifor AG fusioniert.

2003
_Die Einheitsaktie wird eingeführt und ersetzt die bisherigen A- und B-Namenaktien. Zur allgemeinen Finanzierung sowie zur Refinanzierung bestehender Bankkredite schliesst Galenica mit einer Gruppe internationaler Versicherungsgesellschaften eine Privatplatzierung von 215 Millionen Schweizer Franken ab. Der englische Heilmittelhersteller Potter’s (Herbal Supplies) Ltd. wird übernommen, der erste Brückenkopf im europäischen Ausland. Zudem wird, zusammen mit der EMH (Editores Medicorum Helveticorum), der medizinische Fachverlag Documed AG, Herausgeber des Arzneimittel-Kompendium® der Schweiz, akquiriert.

2002
_Galenica feiert ihr 75-Jahr-Jubiläum und treibt die Umsetzung ihrer Zukunftsvision weiter voran. Als nachhaltige Geste unterstützt sie die Entstehung des Zentrum Paul Klee mit einem namhaften Betrag. Mit der Akquisition der Eduard Vogt AG erwirbt Galenica das Insektenschutzmittel Antibrumm®.

2000–2001
_Die neue Organisationsstruktur der Galenica Gruppe tritt in Kraft, und ein neues Erscheinungsbild als äusseres Zeichen für den Wandel wird eingeführt. Das Unternehmen ist wirtschaftlich sehr erfolgreich und für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Das Eisenpräparat Venofer® erhält die Zulassung der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für den US-Markt. Die Bauarbeiten zur Verdoppelung der Produktionskapazität von Eisenprodukten bei Vifor (International) AG in St. Gallen beginnen. Mit einem Systemwechsel («NOVA 2001») im Geschäftsbereich Distribution (heute Logistics) stellt sich Galenica auf die Liberalisierung des schweizerischen Gesundheitsmarkts ein. Der Geschäftsbereich Retail wird durch den Erwerb zahlreicher Apotheken ausgebaut.

1999
_Eine Statutenänderung ermöglicht die Börsenkotierung des gesamten Aktienkapitals. Die Akquisition der auf Phytopharmaka und Produkten der Gastroenterologie spezialisierte Medichemie Gruppe verstärkt die Position von Galenica auf dem Schweizer Pharmamarkt. Die Partnerschaft mit der paneuropäisch tätigen Gruppe Alliance UniChem erlaubt Galenica den Vorstoss in den europäischen Markt des Prewholesales (Logistikdienstleistungen für die pharmazeutische Industrie) mit Alloga Europe. Zudem entsteht GaleniCare Holding AG, ein zweites Joint Venture mit Alliance UniChem, zum Aufbau einer Apothekenkette in der Schweiz.

1997–1998
_Bedeutende Beträge werden in die Entwicklung neuer Produkte von Vifor AG investiert, mit dem Ziel, die Internationalisierung der Gruppe voranzutreiben. Die im Bereich von Beratungs- und Verschreibungsprodukten spezialisierte Laboratoire Golaz AG wird übernommen.

1996
_Aufgrund der sich rasch und grundlegend verändernden Marktverhältnisse entwickeln die Verantwortlichen eine neue Strategie: Galenica soll zu einem Unternehmen im Gesundheitsmarkt werden, das in der gesamten Wertschöpfungskette und international tätig ist. Die Akquisitionen der Amidro-Gruppe sowie des Ärztelieferanten SWW StotzerWybergWyss AG (heute Galexis AG) unterstützen die Umsetzung der strategischen Ziele. Die Logistikaufgaben werden von elf auf drei Distributionszentren (Bern-Schönbühl, Lausanne-Ecublens und Zürich-Schlieren) konzentriert; die Einführung einer einheitlichen Software optimiert die Arbeitsabläufe. Die Distributionszentren beliefern nun Apotheker, Ärzte, Drogisten und Spitäler – eine entscheidende Weichenstellung für die ganze Gruppe.

1994
_Das Aktienkapital wird durch die Umwandlung eines Teils der für die Apotheker reservierten Aktien sowie durch Umwandlung der Partizipationsscheine in börsenkotierte Namenaktien zu nominal 100 Schweizer Franken für Publikumsaktionäre geöffnet. Das erweiterte Produktionsgebäude von Vifor AG in Villars-sur-Glâne wird in Betrieb genommen.

1991–1993
_Galenica kehrt weitgehend zu ihrem Kerngeschäft der Distribution zurück und gibt verschiedene Geschäftsfelder wie den Spitalbedarf-Bereich auf. Der Hauptsitz von Galenica AG (heute Galexis AG) zieht in das neue Gebäude in Bern-Schönbühl um. Die Laboratorien Hausmann AG – heute Vifor (International) AG – konzentrieren sich auf die Herstellung von Eisenpräparaten zur Behandlung von Mangelerkrankungen; Vifor AG entwickelt und produziert rezeptfreie Medikamente für den Schweizer Markt.

1987–1988
_Im Rahmen der «Neuen Marktordnung», welche per 1. Januar 1987 in Kraft tritt, trifft Galenica diverse Massnahmen in all ihren Tätigkeitsgebieten. Der Posten eines Präsidenten der Direktion, verantwortlich für die operative Führung der Gruppe, sowie ein neues Konzept für die Kaderschulung und Personalführung werden geschaffen. Die Mehrheitsbeteiligung an der Internationalen Verbandstoff-Fabrik (IVF) Schaffhausen wird übernommen.

1980–1983
_Galenica erwirbt das gesamte Aktienkapital der Laboratorien Hausmann AG in St. Gallen, einer Gesellschaft, die in den Gebieten der Infusionen und Sterillösungen sowie der Eisenpräparate spezialisiert ist.

1979
_Galenica wird zur Holding und tritt mit der Ausgabe von Partizipationsscheinen erstmals am freien Aktienmarkt auf. Die Aktien sind weiterhin ausschliesslich im Besitz der schweizerischen Apotheker.

1977
_Galenica feiert ihren 50. Geburtstag. Das erste komplette Nachschlagewerk über die in der Schweiz kommerzialisierten Spezialitäten wird gedruckt: der Codex Galenica (heute Arzneimittel-Kompendium® der Schweiz). Die Industriegesellschaften Vifor AG und Cooper AG, tätig in den Bereichen Spitalbedarf und pharmazeutische Spezialitäten, werden übernommen.

1972
_Ein weiterer Bereich, die Absatzförderung kosmetischer Artikel, wird durch die neu gegründete Adima AG abgedeckt. Der Personalbestand von Galenica beträgt zu diesem Zeitpunkt 660 Mitarbeitende.

1957
_Durch die gezielte Akquisition und Gründung von Tochtergesellschaften diversifiziert Galenica in neue Bereiche: Gründung von Galenica Vertretungen AG für die Absatzförderung ausländischer Spezialitäten für die Ärzte, Akquisition von Panpharma AG für die Absatzförderung parapharmazeutischer Artikel für die Apotheken.

1938
_Ein wissenschaftlicher Dokumentationsdienst ergänzt die Grossistentätigkeit in sinnvoller Weise.

1932
_Die Geschäfte der Einkaufszentrale florieren, das Angebot trifft auf gesamtschweizerisches Interesse. Die Verantwortlichen verlegen den Hauptsitz nach Bern und nennen das Unternehmen Galenica AG.

1927
_16 Westschweizer Apotheker gründen unter dem Namen Collaboration Pharmaceutique SA eine gemeinsame Einkaufszentrale.

KONTAKT

Galenica AG

Untermattweg 8
CH-3027 Bern

Tel:
+41 58 852 81 11
Fax:
+41 58 852 81 12

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