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Nettoumsatz und Betriebsergebnis

Das Segment Services erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoumsatz
von CHF 1’286.7 Mio., ein starkes Wachstum von 7.9% gegenüber der Vorjahresperiode. Damit hat Services die Marktentwicklung von 2.9% weit übertroffen (IQVIA, Pharmamarkt Schweiz, 1. Halbjahr 2020).

Durch COVID-19 wurde im März 2020 eine überaus starke Nachfrage nach Medikamenten ausgelöst, welche sich in Folge wieder abschwächte. Insgesamt trugen die Zusatzverkäufe mit geschätzt 3% zur Umsatzsteigerung bei.

In Zusammenhang mit der neuen Verordnung über die Integrität und Transparenz im Heilmittelbereich (VITH) wurden Vereinbarungen mit Lieferanten sowie  Fakturierungsmodelle den neuen Transparenzpflichten angepasst, welche den Umsatz im Segment Services um 1.9% erhöhten. Auch ohne diesen technischen Sondereffekt weist der Geschäftsbereich Services ein starkes Wachstum von 6.0% aus. Dieser Sondereffekt hat keinen Einfluss auf den konsolidierten Umsatz und den EBIT der Gruppe.

Mit 1.8% beeinflussten die verordneten Preissenkungen des Bundes die Umsatzentwicklung weiterhin negativ. Ohne diese Einflüsse wäre der Nettoumsatz sogar um 9.7% gestiegen.

Im Zuge von COVID-19 wurden im ersten Halbjahr 2020 zahlreiche nicht unmittelbar notwendige Operationen und Eingriffe in Spitälern und bei Fachärzten verschoben. Im Gegensatz zu den letzten Jahren entwickelten sich in der Folge auch die Spitäler (+3.5%, IQVIA, Pharmamarkt Schweiz, 1. Halbjahr 2020) und die Ärzte (+2.1%, IQVIA, Pharmamarkt Schweiz, 1. Halbjahr 2020) nicht stärker als der Gesamtmarkt (+2.9%, IQVIA, Pharmamarkt Schweiz, 1. Halbjahr 2020). 

Das adjustierte1) Betriebsergebnis (EBIT), das heisst ohne Einfluss aus dem Leasing-Accounting-Standard IFRS 16, blieb mit CHF 22.6 Mio. auf Vorjahreshöhe. Trotz positivem Effekt auf den Umsatz verursachte COVID-19 wesentliche Zusatzkosten mit negativen Auswirkungen auf den EBIT wie beispielsweise Schutzmassnahmen für die Mitarbeitenden und zusätzliche personelle Ressourcen. Zudem wurden aufgrund der laufend höheren Risiken in Zusammenhang mit Cyberkriminalität zusätzliche Massnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur und der Netzwerke umgesetzt. Und schliesslich wurde der EBIT im ersten Halbjahr 2020 auch durch die im Herbst 2019 gestarteten Bauarbeiten im Distributionszentrum Lausanne-Ecublens belastet.

Die adjustierte1) Umsatzrentabilität (ROS) ging leicht von 1.9% auf 1.8% zurück. Zwar konnte insbesondere der Umsatz mit Ärzten dynamisch entwickelt und vor allem bei den Spezialärzten Marktanteile gewonnen werden, dies jedoch zu einem grossen Teil mit hochpreisigen Medikamenten zu tiefen Margen.

Die Investitionen beliefen sich im ersten Halbjahr 2020 auf CHF 15.8 Mio. (1. Halbjahr 2019: CHF 16.3 Mio.). Sie betrafen insbesondere die neue ERP-Software (Enterprise Resource Planning), die bei Alloga und Galexis schrittweise eingeführt wird, und die Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten beim Distributionszentrum von Galexis in Lausanne-Ecublens. Aufgrund von COVID-19 haben sich in den Projekten teilweise Verzögerungen ergeben, die zu Investitions- und Kostenverschiebungen führen werden.

1) Ohne Einfluss aus IAS 19 und IFRS 16 (siehe Kapitel Alternative performance measures im Halbjahresbericht 2020 der Galenica Gruppe ab Seite 27)

+7.9%

Nettoumsatz

-0.3%

EBIT adjustiert

1'792

Anzahl Mitarbeitende

«Mit einem Umsatzsprung von +7.9% hat Services die Marktentwicklung weit übertroffen. Aufgrund von COVID-19 fielen allerdings auch wesentliche Zusatzkosten an, die sich negativ auf den EBIT auswirkten.»

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